Meine Biografie
Bauers Kunst ist nicht gefällig oder schön im herkömmlichen Sinn. Sie weigert sich offensichtlich formale Strenge dort zu mildern, wo die künstlerische Absicht sie im Interesse eines übergeordneten Plans für unverzichtbar erklärt. Dies gilt geichermaßen für sein zeichnerisches Werk und die Malereien wie für zahlreiche Mischtechniken und erst recht für die reinen Bildhauerarbeiten.
Die eigentliche Herausforderung und die damit verbundene hohe Anforderung an den Betrachter liegt jedoch auf einer objektivierbaren Ebene: Der Künstler vertraut prinzipiell der Sprache der Abstraktion. Direkte Hinweise auf Objekte oder Figuren werden, von chiffrierten Andeutungen abgesehen, größtenteils vermieden.
Bei aller Abstraktion stehen Bauers Arbeiten in enger Beziehung zu der visuellen Erfahrbarkeit individuell existenzieller Grundlagen. Sie zeigen das Geschaute und stellen doch nicht das Geschaute selbst dar. Damit bezieht sich Bauers Kunst nicht auf Darstellung sichtbarer Realität, sondern sichert sich ihren hohen Anspruch, indem sie Emanation einer nicht sichtbaren immateriellen Wirklichkeit wird.
Jedes bisherige Bemühen des Künstlers dient dem einen Versuch: über unsere individuell begrenzte Erkenntnisfähigkeit hinaus durch ständiges verbildlichtes Befragen das ungreifbare zu vergegenwärtigen und der persönlichen Wahrheit näherzukommen.
Edgar Just M.A.